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Im
Oktober 1919 wurde ein Werk der britischen Firma Talbot von Darracq aus
Frankreich übernommen. Die Modelle 1919 / 1920 erschienen nun als
Talbot-Darracq. 1920 schlossen sich Sunbeam, Talbot und Darracq zur STD
zusammen. Nun hießen die Modelle der STD mal Talbot-Darracq, mal Sunbeam,
gelegentlich Talbot Special und die in Frankreich gebauten Fahrzeuge nur noch
Talbot.
Zwischen 1919 und 1927 wurden Autos mit sehr unterschiedlicher Motorisierung
gebaut: Der Talbot-Darracq von 1919 hatte einen 4,6 Liter V 8 Motor, 1922 wurden
Vierzylindermodelle mit 1,6 und 2,1 Liter Hubraum gebaut. Und 1927 erschienen
drei Motorvarianten eines Sechszylinders mit Hubraum von 2,8 bis 3 Liter.
Als die STD-Gruppe 1935 finanziell ruiniert war, übernahm der Italiener Antonio
Lago das Talbot-Werk in Suresnes (Frankreich). Der englische Teil wurde von
Rootes aufgekauft. Unter Lagos Leitung wurden bis 1937 zwei völlig neue
Automodelle mit Sechszylindermotoren (2,7 und 3 Liter Hubraum) entwickelt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor Talbot als Hersteller sportlicher Fahrzeuge
den Anschluss, es gab auch wenig Bedarf nach teuren Sportwagen, wie Talbot sie
herstellte.
1950 erschien ein neues Modell Baby (Vierzylindermotor mit 2.690 ccm Hubraum) -
das Auto konnte kaum verkauft werden. 1958 rüstete Talbot das Modell America
mit einem 2,6 Liter Motor von BMW ein, der bald durch einen Motor von Simca
ersetzt wurde.
1959 waren die Absatzchancen derart gesunken, dass Antonio Lago seine Firma an
Simca verkaufen musste. Simca gab den Bau von Talbot Automobilen auf.
(Erst 1979 wurde der Markenname Talbot wiederbelebt.)
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